Bereits 13 000 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen profitieren von unserer Unterstützung im integrierten Gesundheits- und Sozialmanagement (iGuS). Ein zentrales Angebot ist dabei die Gesundheits- und Sozialhotline. Anonym, vertraulich und kompetent unterstützt das iGuS-Team am anderen Ende der Leitung beim Bewältigen von gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten.

iGuS ist eine Tochtergesellschaft der Diakonie in Südwestfalen.

Robotische Urologie auch überregional gefragt

22.10.2021

Experte für roboterassistierte Operationen an Prostata, Nieren, Harnblase und Harnleitern: Mahmoud Farzat steht der Robotischen Urologie im Diakonie Klinikum von nun an als Chefarzt vor.

650 Operationen in knapp drei Jahren sprechen eine klare Sprache: Aus diesem Grund weitet das Diakonie Klinikum Jung-Stilling die Robotische Urologie aus, der mit Mahmoud Farzat von nun an ein eigener Chefarzt vorsteht.

Die Schwerpunkte von Farzat und seinem Team liegen auf roboterassistierten minimalinvasiven chirurgischen Eingriffen an Prostata, Nieren, Harnblase und Harnleitern.

Die Robotische Urologie im Diakonie Klinikum Jung-Stilling verzeichnet überdurchschnittlich gute Zahlen: Unter Einsatz der roboterassistierten Technik ist es der Mannschaft gelungen, bislang 93 Prozent seiner Patienten mit Prostatakrebs tumorfrei zu operieren. Knapp die Hälfte davon waren Therapien bei lokal fortgeschrittenen Karzinomen (Tumoren, die auch außerhalb der Prostata wachsen). Der Da-Vinci-Roboter ist ein Spitzenreiter für die minimalinvasive Chirurgie. Im „Stilling“ kommt die OP-Technik sowohl bei gut- als auch bösartigen urologischen Krankheiten zum Einsatz. Mit einer dreidimensionalen Kamera bietet der Da Vinci optimale Sicht auf den zu operierenden Bereich. Chirurgen steuern die Instrumente millimetergenau, nehmen kleinste Schnitte zitterfrei vor und können Blutgefäße und Nervenstrukturen schonen. Die Vorteile für Patienten: weniger Schmerzen, schnellere Mobilisation, kürzerer Krankenhausaufenthalt. Neben der Prostatakrebs-Chirurgie zählen auch die organerhaltende Nierentumor-Entfernung, die Behandlung von Nierenbecken- und Harnleitertumoren sowie Blasenkrebs mit Harnblasenersatz, die Prostataentfernung bei Vergrößerung des Organs sowie Fehlbildungen und Engen urologischer Organe zu den Schwerpunkten der Robotischen Urologie.

 

Mahmoud Farzat ist Facharzt für Urologie, verfügt über das europäische Facharzt-Zeugnis für Urologie (F.E.B.U.) und ist seit April 2019 im Diakonie Klinikum tätig. Dort stand er der Urologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Peter Weib bislang als Sektionsleiter vor. „Mit Mahmoud Farzat haben wir einen qualifizierten Fachmann gewonnen, der die Robotische Urologie mit seiner Expertise bereichert – sowohl in der operativen Therapie verschiedener Krankheiten als auch in der Aus- und Weiterbildung des Personals“, lobt Weib. Dass er richtig viel kann, habe Farzat bereits im Jahr 2016 bewiesen, als er in Mailand den ersten Platz in der Roboterchirurgie gewann und von der Europäischen Gesellschaft für Urologie ausgezeichnet wurde.

 

Farzat beobachtet, dass die roboterassistierten Eingriffe vermehrt von Patienten und Zuweisern nachgefragt werden – „zu unserer Freude auch über die Region hinaus.“ Zudem merkt er an: „Mit dem Start des Robotik-Systems in unserem Haus im November 2018 haben wir bis dato rund 650 Eingriffe an Prostata, Nieren, Harnblase und Harnleitern durchgeführt, knapp 400 davon nur an der Prostata.“ Das Einzugsgebiet liegt in einem Umkreis von mehr als 100 Kilometern. Neben dem Siegerland, Westerwald, Sauerland und Hochsauerland kommen die Patienten auch aus dem Koblenzer und Kölner Raum.

 

Farzat sieht seiner neuen Position positiv entgegen: „Ich freue mich über den chefärztlichen Posten für die Robotische Urologie und die Möglichkeit, mit einem kompetenten und motivierten Team das derzeit schonendste Verfahren für die chirurgische Therapie urologischer Krankheiten bieten zu können.“ Doch für ihn steht ein anderer Erfolg besonders im Fokus: „Die Patientenzufriedenheit äußert sich nicht nur aufgrund der guten kosmetischen und onkologischen Ergebnisse, sondern auch wegen der funktionellen Aspekte“, macht Farzat deutlich. Die OP-Technik ermöglicht es nämlich, dass die Kontinenz und Potenz von Prostatakrebs-Patienten erhalten bleiben kann. Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer des Diakonie Klinikums, freut sich über den Zuwachs in der Chefarztetage: „Mit Mahmoud Farzat steht dem Haus ein ausgewiesener Experte vor. Mit der chefärztlichen Leitung für diesen Kernbereich gehen wir überregional einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Schwerpunktversorger für Robotik-Operationen urologischer Krankheiten.“ Als international anerkannter Ausbilder (Proctor) gibt Mahmoud Farzat sein Wissen auch an in- und externes Fachpersonal weiter und führt es an die roboterassistierte Technik heran.

Weitere Infos über die Robotische Urologie im Diakonie Klinikum gibt es unter:

www.robotische-urologie-siegen.de

 

Auslagerung

Nach seinem Medizinstudium in der syrischen Hauptstadt Damaskus war Mahmoud Farzat in der dortigen Uniklinik tätig. 2013 übernahm er für drei Jahre eine Assistenzarzt-Stelle in einer urologischen Fachabteilung in Lünen. Anschließend wechselte er ans St. Antonius Hospital nach Gronau, wo er zunächst als Facharzt und später als Funktionsoberarzt tätig war. Heute ist Mahmoud Farzat neben seinem Einsatz im Siegener „Stilling“ seit einem Jahr auch Dozent an der Universität Siegen in der Lebenswissenschaftlichen Fakultät. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn schließt er demnächst seine Doktorarbeit im Bereich der Prostata-Chirurgie ab, die er in Zusammenarbeit mit den dortigen Kollegen der Urologischen Klinik schreibt.

Home

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufanhme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111

Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewisse Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.