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Lungenkrebs: Gute Prognose bei früher Diagnose

18.09.2025

Chefarzt und Lungenexperte Dr. Rainer Grübener machte beim Siegener Forum Gesundheit deutlich, dass das Rauchen noch immer die Nummer-eins-Ursache für Lungenkrebs ist und eine frühe Diagnostik gute Heilungschancen bietet.

Lungenkrebs zählt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu der Diagnose, die Raucher am meisten fürchten. Dass diese Sorge nicht von ungefähr ist, bestätigte Dr. Rainer Grübener beim Siegener Forum Gesundheit im Diakonie Klinikum Jung-Stilling. „Das Zigarettenrauchen steht als Ursache an erster Stelle“, mahnte der Lungenexperte. Eine frühe Diagnose könne sich dank medizinsicher Fortschritte jedoch positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Wie Lungenkrebs je nach Tumor-Art behandelt wird, stellte der Chefarzt für Innere Medizin, Pneumologie, Schlafmedizin und Internistische Beatmungsmedizin am Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg ebenso vor. Den Vortragsabend organisiert hatte die Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen.

 

Lungenkrebs entsteht aus Zellen, deren Erbinformationen (DNA) sich krankhaft verändern. In der Folge mutieren diese Zellen und vermehren sich unkontrolliert. Neben dem Rauchen zählen auch Asbestfasern, genetische Faktoren sowie Luftschadstoffe wie Feinstaub zu den Ursachen. Tumoren in der Lunge sind in den meisten Fällen bösartig. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen einem primären Lungenkrebs, der sich aus Zellen in der Lunge gebildet hat, und Lungenmetastasen, bei denen Tumorzellen von einem anderen Ursprungstumor in die Lunge geraten. Tückisch ist, dass ein Lungenkarzinom keine klassischen Frühsymptome auslöst. Luftnot, Husten oder auch Gewichtsverlust können unter anderem Warnsignale sein. „Hustet ein Mensch länger als acht Wochen, sollte er sich ärztlich untersuchen lassen“, lautete der Appell des Lungenexperten. Die Abklärung umfasst laut Grübener verschiedene Diagnose-Verfahren. An erster Stelle steht eine körperliche Untersuchung beim Hausarzt. Dabei wird der gesamte körperliche Befund erhoben. Bei unerklärlicher Symptomatik wird ein Röntgenbild des Brustkorbs erstellt. Hinzu kommt eine umfassende Labordiagnostik mit Blick auf das Blutbild, die Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte. Besteht ein Verdacht, so folgen weitere Untersuchungen. Hierzu zählen etwa eine Computertomografie von Brustkorb und Oberbauch sowie eine Atemwegsspiegelung (Bronchoskopie mit Biopsie). Bei dieser Spiegelung wird Patienten per örtlicher Betäubung und unter zusätzlicher Sedierung ein Bronchoskop (flexibler, dünner Schlauch mit Licht, Kamera und kleinem Kanal für Spezialinstrumente) durch den Mund und die Luftröhre eingeführt. Grübener: „Mit winzigen Zangen entnehmen wir Gewebeproben aus den Lungen-Schleimhäuten, die dann ein Pathologe untersucht.“ Bestätigt dieser den Verdacht auf Lungenkrebs und wurden Lage, Größe und Beschaffenheit des Tumors ermittelt, können Mediziner die passende Therapie empfehlen. Grübener verdeutlichte: „Dafür organisieren wir interdisziplinäre Konferenzen, in denen sich Experten verschiedener Fachrichtungen austauschen, um so die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.“

 

Die Heilungschancen bei Lungenkrebs sind laut Dr. Grübener individuell zu betrachten. Als Grundsatz gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist sie heilbar. Befindet sich ein Lungentumor in einem frühen Stadium, ist er auf die Lunge beschränkt, und erlaubt es der Allgemeinzustand des Patienten, so ist in einem solchen Fall ein chirurgischer Eingriff das Mittel der Wahl. Grübener: „Chirurgen entfernen dann den betroffenen Lungenabschnitt, um den Tumor komplett zu beseitigen und das Risiko für einen Rückfall zu minimieren.“ Ist es nicht möglich, den Krebs vollständig zu heilen, muss eine Therapie über das Blut erfolgen – per Strahlen- und/oder Chemotherapie. Ziel ist es, auf diese Weise alle Tumorzellen zu erreichen. „Hier sprechen wir von einer palliativen Behandlung, mit der wir Symptome lindern und lebensverlängernde Maßnahmen einleiten“, erläuterte der Chefarzt. Modernste Immuntherapien, bei denen das körpereigene Abwehrsystem dazu stimuliert wird den Tumor anzugreifen, sowie eine Kombination aus Strahlen-, Chemo- und Immuntherapie sind dem Experten zufolge weitere Möglichkeiten.

 

Da bei Tumoren im Brustkorb von der Onkologie über die Pneumologie bis hin zur Chirurgie und Strahlentherapie verschiedene Disziplinen gefragt sind, wurde am Diakonie Klinikum vor einem Jahr die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ins Leben gerufen. Das ist eine Anlaufstelle für Patienten, bei denen ein Tumor im Brustkorb diagnostiziert wurde. Vorstellig werden sie dort per Überweisung des Hausarztes. Terminvereinbarungen, Sprechstunden und/oder Beratungen werden vom Freudenberger Team rund um Dr. Grübener koordiniert. „Im Netzwerk dieses Konstrukts können Diagnostik und Therapie zielgerichtet und schneller erfolgen“, so der Lungenfacharzt.
 

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